16. März 2009
Amami Childrens home / Jinja / UG
Letzte Woche habe ich mich mit der Kinderkleidung, den Schuhen und Stofftieren auf gemacht zum Childrens home. Ich muss zugeben, dass ich sehr positiv ueberrascht war. Das Haus, die Einrichtung und Ausstattung ist wirklich sehr gut. Es gibt noch ein weiteres Haus in Jinja, welches wohl noch besser ist. Dies liegt daran, dass dies Haeuser sind, in denen wirklich auch Neugeborene "abgeliefert" werden bzw. am naechsten Morgen liegt ein schreiendes Buendel vor dem Tor. Dieser Umstand fuehrt wohl zu einigen Spenden.
Ich wuerde mal behaupten, das Kind auf der hinteren Matratze ist nur wenige Tage alt.
Und erkennt ihr noch ein paar Kleidungsstuecke? Das rote und gruene T-Shirt und auch der gruene Frosch den der Kleine da haelt sind aus Eurer Spendensammlung:)
8. März 2009
Bujagali Falls / Jinja / UG
Gestern gings mit den Volunteers von nebenan zu den 6km ausserhalb von Jinja gelegenen Bujagali Falls.
Der Name klingt zwar spektakulaerer als sie in Wirklichkeit sind, aber sie sind schoen :).

Barbara aus dem Allgaeu, Melanie aus Ulm und ich.

Melanie und ich auf einem Boda Boda

So staubig kann es werden, wenn ein Auto vorbeifaehrt. Am besten Augen und Nase zu.

Dorf auf dem Weg von Bujagali zurueck nach Jinja.
Barbara aus dem Allgaeu, Melanie aus Ulm und ich.
Melanie und ich auf einem Boda Boda
So staubig kann es werden, wenn ein Auto vorbeifaehrt. Am besten Augen und Nase zu.
Dorf auf dem Weg von Bujagali zurueck nach Jinja.
Magwa Primary School / Jinja / UG
Zwei Tage die Woche verbringe ich jetzt die Zeit in der Magwa Primary School. Donnerstag hab ich mir erstmal ein wenig Unterricht angesehen, welcher sich doch sehr von dem unterscheidet den ich so kenne.
Vorab muss man sagen, dass die Schule um 7.30 beginnt. Eine Stunde Lunch, eine Stunde Games (Fussball oder aehnliches) am Nachmittag und dann gegen 17.30 erst aufhoert, somit koennte es auch gar nicht funktionieren den ganzen Tag strikten Unterricht zu haben, da waer ja mal Null Konzentration ueber.
Am Freitag hab dann auch ich eine Unterrichtsstunde gehalten ueber die vier Jahreszeiten in Deutschland. Hier gibt es ja nur Dry season und Wet season und wie wir im Winter denn so leben. Ich wurde auch von Erwachsenen haeufig gefragt ob wir denn im Winter dann ueberhaupt arbeiten wenn es so kalt ist. Waer doch mal was :), da haetten wir lange Urlaub.
Die Schule ist ebenfalls eine Boarding School. Das bedeutet, dass waehrend der Schulzeit um die 70 Kinder auch hier wohnen, da sie zu weit weg wohnen.
So sieht einer der Schlafsaale aus. Da die boese Anopheles Muecke die Malaria uebertraegt erst bei Dunkelheit aus den Loechern kommt ist es wichtig, dass jeder mit einem Moskitonetz schlaeft. Leider kann sich nicht jede Familie fuer seine Kinder so etwas leisten und daher hat nicht jedes Kind ein Netz. Da ein paar meiner lieben (Ex) Kollegen gefragt haben, ob sie irgendwie helfen koennen waere dies eine Moeglichkeit. Ich koennte fuer einige der Kinder ein Netz besorgen und es mit Ihnen aufhaengen.
Schulsystem / UG
Das Schulsystem in Uganda ist dem deutschen zu Beginn aehnlich.
Die Amtssprache in Uganda ist englisch. Daher wird jeder Unterricht nur auf englisch gehalten. Viele Kinder verstehen auch noch in hoeheren Klassen kein Wort, da die Kinder untereinander und zu Hause nur Luganda, Lusoga oder etwas anderes sprechen.
Die Kinder gehen mit ca. 3 bis 4 Jahren in die Nursery School - unserem Kindergarten gleich. Allerdings wird dort nicht nur gespielt, sondern den Kindern wird beigebracht wie man sich auf englisch gruesst. Das laeuft hier naemlich so ab. "Good Morning/Afternoon" folgend "How are you" und einem "Fine" endend. Da ich aus Gewohnheit oft auch nur "Hello" sage, bekommt man auch oft ein "Fine" als Antwort :)
Dann gehts in die Primary School. Die geht von P1 bis P7. Also sieben Jahre. Es gibt keine Altersbeschraenkung, daher kommt es schon auch vor, dass in P5 ein 17 jaehriger sitzt. Dies liegt dann entweder daran, dass der SchuelerIn so oft sitzen geblieben ist oder aus den kleinen Villages kommt und die Eltern sich die Schule nicht leisten konnten oder aehnliches und er/sie deshalb spaeter anfaengt.
Nach der Primary School hoeren viele Kinder schon wieder auf. Ansonsten geht es weiter in die Secondary School. Eine Unterteilung wie bei uns in Haupt- und Realschule oder Gymnasium gibt es nicht. Somit sitzen alle Intelligenzquotienten zusammen. Die Secondary geht von S1 bis S5.
S6 und S7 sind dann die High School und danach kommt die Universitaet.
In den letzten Wochen war hier im Land die grosse Abschlussrunde der High School und Universitaeten. In den Zeitungen standen seitenweise die Ergebnisse der besten SchuelerInnen aller High Schools und einzelne Geschichten mit Foto von den Schuelern und was sie vor haben.
Schule ist hier allerdings nicht billig. Ein Schuljahr unterteilt sich in drei Semester und im Schnitt fallen um die 45 Euro Gebuehr im Semester an. Das muss man sich hier erstmal leisten koennen v.a. da die durchschnittliche Kinderrate bei 6,4 liegt.
Und jetzt kommts. Die Uni teilt sich wie in Deutschland in zwei Semester. Fuer jedes 1. Semester des Jahres wird etwas mehr gezahlt. Die Gebuehren liegen zwischen 300 und 800 Euro. Und somit werde ich mich nicht mehr ueber die Studiengebuehren von ca. 500 Euro wenn ueberhaupt in Deutschland beschweren.
Die Amtssprache in Uganda ist englisch. Daher wird jeder Unterricht nur auf englisch gehalten. Viele Kinder verstehen auch noch in hoeheren Klassen kein Wort, da die Kinder untereinander und zu Hause nur Luganda, Lusoga oder etwas anderes sprechen.
Die Kinder gehen mit ca. 3 bis 4 Jahren in die Nursery School - unserem Kindergarten gleich. Allerdings wird dort nicht nur gespielt, sondern den Kindern wird beigebracht wie man sich auf englisch gruesst. Das laeuft hier naemlich so ab. "Good Morning/Afternoon" folgend "How are you" und einem "Fine" endend. Da ich aus Gewohnheit oft auch nur "Hello" sage, bekommt man auch oft ein "Fine" als Antwort :)
Dann gehts in die Primary School. Die geht von P1 bis P7. Also sieben Jahre. Es gibt keine Altersbeschraenkung, daher kommt es schon auch vor, dass in P5 ein 17 jaehriger sitzt. Dies liegt dann entweder daran, dass der SchuelerIn so oft sitzen geblieben ist oder aus den kleinen Villages kommt und die Eltern sich die Schule nicht leisten konnten oder aehnliches und er/sie deshalb spaeter anfaengt.
Nach der Primary School hoeren viele Kinder schon wieder auf. Ansonsten geht es weiter in die Secondary School. Eine Unterteilung wie bei uns in Haupt- und Realschule oder Gymnasium gibt es nicht. Somit sitzen alle Intelligenzquotienten zusammen. Die Secondary geht von S1 bis S5.
S6 und S7 sind dann die High School und danach kommt die Universitaet.
In den letzten Wochen war hier im Land die grosse Abschlussrunde der High School und Universitaeten. In den Zeitungen standen seitenweise die Ergebnisse der besten SchuelerInnen aller High Schools und einzelne Geschichten mit Foto von den Schuelern und was sie vor haben.
Schule ist hier allerdings nicht billig. Ein Schuljahr unterteilt sich in drei Semester und im Schnitt fallen um die 45 Euro Gebuehr im Semester an. Das muss man sich hier erstmal leisten koennen v.a. da die durchschnittliche Kinderrate bei 6,4 liegt.
Und jetzt kommts. Die Uni teilt sich wie in Deutschland in zwei Semester. Fuer jedes 1. Semester des Jahres wird etwas mehr gezahlt. Die Gebuehren liegen zwischen 300 und 800 Euro. Und somit werde ich mich nicht mehr ueber die Studiengebuehren von ca. 500 Euro wenn ueberhaupt in Deutschland beschweren.
Oeffentliche Verkehrsmittel
Im Prinzip gibt es fuenf Wege sich in Uganda fortzubewegen.
1. Man geht zu Fuss
2. Man ist im Besitz eines eigenen Autos, Motorrads oder Fahrrads
3. Dann gibt es das Matatu

Mit diesen Bussen kann man sowohl kurze Strecken zuruecklegen (sinnvoll ab 5 - 10 Mintuen Fahrt) aber auch weitere Strecken wie nach Kamuli (1 Stunde) oder Kampala (2 Stunden). Normalerweise passen in so ein Matatu vorne zwei Fahrgaeste und der Fahrer. Hinten ist es so konstruiert, dass 12 Personen sitzen koennen und dann kommt noch der Conductor dazu, der immer die Schiebetuer auf und zu macht und dem man sagt wo man aussteigen will. Das kann ueberall sein auf dem Weg von z.B. Jinja wo das Matatu startet bis zur Endstation. Will man raus, haelt er an. Zurueck zu den Insassen. Hinten wird soweit zusammengequetscht wie Leute mitfahren moechten. Das kann dann schon sein, dass es am Ende 16 statt der 12 sind plus Babys und ein paar Kinder zuzueglich des Conductors. Auch auf langen Fahrten.
4. Mittelweite und weite Fahrten. Das Motorrad Boda Boda.
Nimmt man sich zu zweit ein Boda Boda ist es natuerlich guenstiger als alleine. Helme gibt es nicht. Frauen sitzen im Normalfall nicht so auf dem Boda Boda wie die zwei Volunteers aus UK, sondern seitlich. Die meisten Frauen hier tragen ja auch Rock und schickt sich eben auch nicht wie ein Mann drauf zu sitzen ;). Auch auf Motorrad Boda Bodas passen natuerlich mehr als drei Personen. Das hoechste was ich bisher gesehen habe, war der Fahrer, ein Mann und drei Kinder (von der Groesse haette ich sie mal so auf 6 Jahre geschaetzt). Der Mann hat dazu noch eine Tonne auf seinem Oberschenkel balanciert. Und das kurioseste war der Transport eines Sargs, also hinten quer drueber.
5. Fuer kuerzere Fahrten. Das Fahrrad Boda Boda
Im Hintergrund seht ihr ein Boda Boda auf dem hinten auch jemand drauf sitzt. Ich benutz die immer, wenn ich zu faul bin in die Arbeit zu laufen. (Also ich fahre erst Motorrad Boda Boda, dann steig ich ins Matatu um und dann koennte ich entweder zu Fuss gehen oder aufs Fahrrad umsteigen). Fuer ca. 1km strampeln zahlt man 0,29 US Cent.
1. Man geht zu Fuss
2. Man ist im Besitz eines eigenen Autos, Motorrads oder Fahrrads
3. Dann gibt es das Matatu
Mit diesen Bussen kann man sowohl kurze Strecken zuruecklegen (sinnvoll ab 5 - 10 Mintuen Fahrt) aber auch weitere Strecken wie nach Kamuli (1 Stunde) oder Kampala (2 Stunden). Normalerweise passen in so ein Matatu vorne zwei Fahrgaeste und der Fahrer. Hinten ist es so konstruiert, dass 12 Personen sitzen koennen und dann kommt noch der Conductor dazu, der immer die Schiebetuer auf und zu macht und dem man sagt wo man aussteigen will. Das kann ueberall sein auf dem Weg von z.B. Jinja wo das Matatu startet bis zur Endstation. Will man raus, haelt er an. Zurueck zu den Insassen. Hinten wird soweit zusammengequetscht wie Leute mitfahren moechten. Das kann dann schon sein, dass es am Ende 16 statt der 12 sind plus Babys und ein paar Kinder zuzueglich des Conductors. Auch auf langen Fahrten.
4. Mittelweite und weite Fahrten. Das Motorrad Boda Boda.
5. Fuer kuerzere Fahrten. Das Fahrrad Boda Boda
5. März 2009
Zeitungsartikel
Ausserdem habe ich auf einer Doppelseite zwei weitere interessante Artikel gefunden. Da man dies in Deutschland wohl in keiner grossen Tageszeitung finden wird stelle ich diese hier ebenfalls ein.

Das Maedchen schreibt, dass es nur eine Unterhose hat und diese jeden Abend waescht, damit sie am Morgen wieder trocken ist um diese erneut anzuziehen. Fuer uns ist dies schwer vorstellbar, aber hier gibt es sehr viele Kinder die nur ein Kleidungsstueck am Leib tragen. Daher findet man in der Zeitung eine Anleitung wie man sich Unterwaesche selbst machen kann.
Leergang in Hygiene
Das Maedchen schreibt, dass es nur eine Unterhose hat und diese jeden Abend waescht, damit sie am Morgen wieder trocken ist um diese erneut anzuziehen. Fuer uns ist dies schwer vorstellbar, aber hier gibt es sehr viele Kinder die nur ein Kleidungsstueck am Leib tragen. Daher findet man in der Zeitung eine Anleitung wie man sich Unterwaesche selbst machen kann.
Kontaktanzeigen
Was auffaellt ist, dass in den meisten Anzeigen ein HIV Test verlangt wird oder jemand gleich schreibt, dass er positiv ist und einen positiven Partner sucht.
"Sugar Mummy" hab ich mir dann auch erklaeren lassen. Dies ist eine Dame hoehren Alters die gut betucht ist. Womit wir bei einem weiteren Aspekt waeren, viele suchen nach jemandem der sie finanziert.
Dann steht in eigentlich jeder Anzeige "want". Die Frage, ob dies an den mangelnden Englischkenntnissen liegt oder im Fall einer Kontaktanzeige auf die Hoeflichkeit verzichtet wird und ein entsprechender Partner gefordert wird.
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