28. März 2009

Tanken / UG

Das mit dem Tanken ist hier so eine Sache. Ich weiss nicht ob es daran liegt, dass ich bisher noch kein Motorrad Boda Boda entdeckt habe bei dem irgendeine Anzeige geht oder ob sie das Geld nicht haben um zu tanken.

Daher passiert es einem leider auch gelegentlich dass der Tank waehrend der Fahrt leer wird. Ich war ja immer der Meinung, wenn es alle is is es alle. Ich wurde (zum Teil) eines besseren belehrt. Wenn man das Motorrad auf die Seite kippt, dann geht manchmal noch der letzte Tropfen Benzin in den Schlauch und man schafft es mit Glueck zur naechsten Tankstelle. Weitere Moeglichkeit, es wird kraeftig in den Tank gepustet. Woraufhin er sich aber von mir erstmal was ueber Gesundheitsrisiken anhoeren durfte :)
oder man hat Pech und legt den Weg zu Fuss weiter. Entweder in Begleitung des Boda Boda, da die Tankstelle nicht weit ist oder allein in der Hoffnung man findet ein Boda Boda mit Benzin.

Wird getankt, dann allerdings auch nicht der ganze Tank. Nun kostet der Liter hier in etwa 1 USD. Sitzen wir (Hellen und ich) gestern im Taxi (ja ein richtiges Taxi nur fuer uns) auf dem Weg zurueck vom Club (war 3 Uhr und uns wurde erklaert Boda Boda sei um die Zeit zu gefaehrlich), tankt der Fahrer doch wirklich nur 1 Liter !!! Den hab ich ihm auch noch vorgestreckt.
Boda Bodas tanken fuer gewoehnlich nicht mehr.
Die Strasse nach Bucaya. Ansonsten sind die asphaltierten Strassen hier wirklich sehr gut. Die ist aber super. Eigentlich faehrt man vor lauter Schlagloechern (und hier seht ihr grad wenige) mehr neben als auf der Strasse.

Meine Kollegen / Jinja / UG


Das sind Eunice (Fundraising, Volunteer Betreuung), Ali (HIV Beratung, Testing etc.), Hellen und Joseph (Microfinance).


Hier noch mit dabei, Sacha Volunteer aus New York. Und ein Danke an die Aids Hilfe Muenchen fuer die Kondome

Und nochmal Magwa Primary / Jinja / UG

Einen Teil der Hygieneartikel habe ich den Boardingkids an der Magwa Primary gegeben. Einen Teil habe ich direkt an die Kinder verteilt. Von denen dass ich wusste sie sind Waisen habe ich ein "Package" zusammengestellt, allen anderen habe ich eine Seife gegeben.

Die restlichen Sachen habe ich dem Headmaster der Schule uebergeben, da die Kinder sich bei ihm melden falls sie eine Zahnbuerste oder aehnliches brauchen.


"Beweisfoto". Alles wurde uebergeben.







Am Freitag wurde in der Schule der Schuelersprecher gewaehlt. Klassenweise wurde sich hierfuer unter dem Mangobaum versammelt.


Die Kinder schreiben ihre Wa
hlzettel und ab in den Karton oder Eimer.








Sammlung von "Spruechen". Ansonsten findet man einen an jeder Klassenzimmertuer.






Wenn es ums Foto machen geht, sind alle Kinder gleich dabei. Danach dann grosse Draengelei, denn jeder will es natuerlich sehen. Welch Glueck dass es Digitalkameras gibt :)

Ivory's 1. Geburtstag / Jinja / UG

Wie ich schon mal erwaehnt habe, ist der 1. Geburtstag in Uganda (wohl in ganz Afrika) ein riesen Event. Viele Kinder sterben im ersten Jahr an Malaria oder anderen Krankheiten.

Donnerstag war der grosse Tag da und ich haette nicht gedacht wie gross das wird, aber es haben sich bestimmt 40 bis 50 Leute getummelt und dazu noch
ein ganzer Haufen Kinder.


Ivory schneid
et mit seinem Papa Chris den Geburtstagskuchen an.
Grosse Kochaktion. Das einzige Licht welches es hier gibt ist das von der Stirntaschenlampe und meinem Fotoblitz. Die Taschenlampe ist allerdings auch nur vorhanden, da ich mir dachte dass es Hellen im Zappenduster doch was schwer hat das Gemuese zu schneiden, wobei ich Hellen im Dunkeln wohl etwas spaet entdeckt habe, denn eigentlich war fast alles schon fertig geschnippelt.



Kids beim tanzen.




Liz und ich. Habe mittlerweile erfahren, dass Liz die Tochter von Hellen und nicht von Chris & Barbara ist. Hellen ist dafuer die Schwester von Chris. Und da Hellen studiert hat und jetzt nicht "die Welt" verdient, wohnt Liz bei Chris und Barbara (wie in einer daily soap im TV).




Partygetuemmel vor dem Haus.

Spenden fuer Kamuli / Buwaiswa / UG

Wie das hier so leider ist, braucht man viel Geduld. Somit kam die versprochene Lieferung nicht am Montag, Dienstag oder Mittwoch. Mittwoch haben wir dann den Lieferanten gewechselt und der hat wirklich alles am Donnerstag gebracht. Das war einen Freudentanz wert :), habe ich doch extra meinen "Schulbesuch" abgesagt.

Ich darf Euch lieben SpenderInnen mitteilen, dass ich fuer Eure 300 Euro entsprechendes besorgen konnte:


- 20 Moskitonetze (letzte Woche in Magwa verteilt)
- 50 kg Zucker
- 50 kg Posho (Maisbrei)
- 50 kg Bohnen
- 30 kg Reis
- 50 Badeschwaemme
- 50 Dosen Vaseline
- 35 Tuben Zahnpasta
- 80 Zahnbuersten
- 4 Kartons mit Seife und
- 12 Packungen Binden

Am Donnerstag habe ich mich also mit Suoed, Eunice und Hellen ins Waisenhaus nach Buwaiswa aufgemacht um die Lieferung an den entsprechenden Ort zu bringen.
Die "Strasse" von Butaabawa nach Buwaiswa




Die
Saecke sind im Lager








Wir verteilen auf den Betten der Kinder die Hygieneartikel als Ueberraschung wenn sie von der Schule zurueckkommen.










Auf dem Rueckweg hatten wir dann eine Autopanne, bei der uns die Kinder mit Kuehlwasser ausgeholfen haben das uns waehrend der Fahrt entgegen kam.






Nach 2km hatten wir den naechsten "Breakdown" aufgrund fehlenden Benzins (wohl ein Leck), da hab ich die zwei Jungs bei ihrer Wasserholaktion beobachtet.
Freunde von Chris kamen zufaellig vorbei und haben uns dann mit zurueck nach Jinja genommen :)

24. März 2009

Rosie's Geburtstag / Jinja / UG


Gestern hat Rosie eine der Voluntaerinnen aus Manchester ihren Geburtstag gefeiert und da war ich dann auch in St. Moses dabei.

Rosie (links) mit ihrem Geburtstagskuchen



Andrew wird zum Loewen






Auch Milton bekam ein neues Gesicht






Unsere zwei gefaehrlichen Loewen :)









Um 21 Uhr versammeln sich immer die Kinder von St. Moses zum gemeinsamen Gebet. Vorher wird noch viel gesungen und getanzt zu religioesen Liedern bevor anschliessend etwas aus der Bibel vorgelesen wird und an Beispielen erklaert.



Maenner, Frauen, Kinder und die Liebe / UG


Sind 1,4 Kinder in Deutschland der Durchschnitt so liegt dieser in Uganda, aber wohl eher in ganz Afrika bei 6,5.

Problematisch ist wohl, dass ein Mann auf vier Frauen kommt. Somit macht er sich bei dem kleinsten Problem aus dem Staub, begnuegt sich mit der naechsten und stellt dann fest dass die andere doch nicht so schlecht war.
Dieses Verhalten traegt ebenfalls dazu bei dass sich HIV verbreitet. Warum Frauen da mit machen, tja, bei so einer geringen Anzahl Maenner haben sie die Hoffnung dass der Mann bei Ihnen bleibt und sie einen Versorger fuer seine Kinder haben.
Das ist nicht erfunden sondern haben mir unterschiedliche Leute von hier so erklaert.

Das hoechste was ich bis jetzt an Kindern gehoert hab, war einer meiner Kollegen, er hat doch wirklich 48 Geschwister. Wie das geht, 6 Frauen ein Mann.

Kinder sind hier zum einen Prestige fuer die hohe Leistung eines Mannes und zum anderen Altersversorgung.
Haeufig sterben Kinder in den ersten Jahren an Malaria oder anderen Krankheiten, daher werden hier die ersten fuenf Geburtstage eines Menschen am meisten gefeiert, danach ist der Geburtstag nicht so wichtig.
Eine meiner Kolleginen hatte 8 Geschwister, zwei sind bereits verstorben.

Sexualitaet ist hier etwas sehr intimes und privates. Haendchen halten oder gar kuessen in der Oeffentlichkeit gibt es nicht und auch nicht vor den Kindern. Es kann einem wohl ansonsten passieren, dass man von Passanten beschimpft wird. Diese Annaeherung wird mit Sex assoziiert und hat in der Oeffentlichkeit nichts zu suchen.
Umarmungen sind ok, solange nicht zu innig.
Fuer das Wort Kuss gibt es ebenfalls kein Wort auf Lusoga, hierfuer wird das englische "Kiss" genutzt.

Ich fand eine Unterhaltung mit meinen Kollegen in der Schule recht interessant, die mir gar nicht glauben konnten, dass ich hier eng mit einem Mann zusammen arbeiten koennte und kann ohne mit ihm nach gewisser Zeit Sex zu haben und das obwohl ich hier alleine bin. Also nicht dass wir das Wort Sex ausgesprochen haetten :)
Schwul oder lesbisch moechte ich in Uganda auch nicht sein. Das wird hier bestraft und zwar nicht milde.

Was es allerdings gibt sind Maenner die Haendchen halten. Dies ist ein Zeichen der Freundschaft.