Und wie gehts nun weiter?!
Jetzt ist erst mal wieder intensive Jobsuche angesagt.
Dieser Blog wird selbstverständlich weiterbestehen und für weitere Urlaube, kürzere oder längere Aufenthalte im Ausland und/oder den womöglichen Umzug ins Ausland genutzt.
Hatte ich doch in Uganda leider zum Teil etwas zu viel Zeit zum nachdenken (da ja die Arbeit nicht soo viel war) ist die Zukunft mittlerweile wieder ziemlich offen.
Nichts Neues, aber u.a. ich habe wieder festgestellt, dass ich ein Sonnenmensch bin. Die Niederlande ist unter diesem Aspekt nun nicht unbedingt die bessere Alternative zu Deutschland (München). Amsterdam ist aber trotzdem seeehr schön und bleibt ein Favourite.
Australien ist unter dem Sonnenaspekt natürlich naheliegender, aber eine große finanzielle Hürde.
Daher habe ich die Entscheidung getroffen, mich sehr offen umzusehen (was die Angelegenheit nicht unbedingt vereinfacht).
Also im Rennen liegen die Niederlande, Australien und Deutschland (vorzugsweise München) sowie eine Auswahl an afrikanischen Ländern für "wirkliche" Entwicklungshilfe.
Interessante Jobangebote könnt ihr also gerne an mich weiterleiten :-)
Heute vor einer Woche fand dann auch schon meine Abschiedsfeier statt. Dazu sollte ich auch ein deutsches Gericht zaubern, wozu ich mir Semmelknödel mit Schwammerlsoß (Champignonsauce ;-) ) gedacht hatte.
Und auch diese Party war, wie die von Paul zu seiner Graduation, ein wenig eigenartig. Hieß es, ich soll meine Mädls von St. Moses sagen, ab 17 Uhr. Als mich Chris, der dann auch die Kollegen aus der Stadt mitnehmen wollte, fragte wann das Essen fertig sei dachte ich mir schon, oh oh, da bin ich mal gespannt wann er auftaucht. Ich nannte ihm 19 Uhr.
Barbara kam dann von einem Verwandtenbesuch um 18 Uhr zurück und hatte gleich Eunice mitgebracht. Man bemerke meine zwei deutschen Mädls waren für Uganda schon sehr pünktlich und halfen mir ein wenig beim rühren.
Um 19 Uhr war das Essen fertig, von Chris und den anderen Kollegen keine Spur. Da Melanie auch ihren letzten Abend in St. Moses hatte, wollte sie auch nicht zu spät zurück. Daher bestand ich darauf die Knödel gleich zu essen und nicht auf Chris zu warten. Dies war eine waise Entscheidung, denn er tauchte mit dem Trupp erst um 21 Uhr auf. Tja, mein Fehler in Uganda darf man eben nicht in Muzungu (Weiße) Zeit rechnen sondern in Uganda Zeit.
Zum Abschied haben mir sowohl Barbara als auch Hellen dann noch afrikanischen Schmuck für mein extra angefertigtes Kleid für die Hochzeit meiner Schwester geschenkt :)
Die Zeit war toll und ich wäre doch glatt noch länger geblieben!
Da es keine frischen Champignons gab, mussten die aus der Dose her. Nur wie, ohne Dosenöffner. Milly hat da eine bemerkenswerte Leistung hingelegt und mit diesem relativ stumpfen Messer in Null Komma Nix alle sieben Dosen aufgemacht.
Chris und Barbara
Das mit dem Tanken ist hier so eine Sache. Ich weiss nicht ob es daran liegt, dass ich bisher noch kein Motorrad Boda Boda entdeckt habe bei dem irgendeine Anzeige geht oder ob sie das Geld nicht haben um zu tanken.
Daher passiert es einem leider auch gelegentlich dass der Tank waehrend der Fahrt leer wird. Ich war ja immer der Meinung, wenn es alle is is es alle. Ich wurde (zum Teil) eines besseren belehrt. Wenn man das Motorrad auf die Seite kippt, dann geht manchmal noch der letzte Tropfen Benzin in den Schlauch und man schafft es mit Glueck zur naechsten Tankstelle. Weitere Moeglichkeit, es wird kraeftig in den Tank gepustet. Woraufhin er sich aber von mir erstmal was ueber Gesundheitsrisiken anhoeren durfte :) oder man hat Pech und legt den Weg zu Fuss weiter. Entweder in Begleitung des Boda Boda, da die Tankstelle nicht weit ist oder allein in der Hoffnung man findet ein Boda Boda mit Benzin.
Wird getankt, dann allerdings auch nicht der ganze Tank. Nun kostet der Liter hier in etwa 1 USD. Sitzen wir (Hellen und ich) gestern im Taxi (ja ein richtiges Taxi nur fuer uns) auf dem Weg zurueck vom Club (war 3 Uhr und uns wurde erklaert Boda Boda sei um die Zeit zu gefaehrlich), tankt der Fahrer doch wirklich nur 1 Liter !!! Den hab ich ihm auch noch vorgestreckt.
Boda Bodas tanken fuer gewoehnlich nicht mehr.
Die Strasse nach Bucaya. Ansonsten sind die asphaltierten Strassen hier wirklich sehr gut. Die ist aber super. Eigentlich faehrt man vor lauter Schlagloechern (und hier seht ihr grad wenige) mehr neben als auf der Strasse.
Das sind Eunice (Fundraising, Volunteer Betreuung), Ali (HIV Beratung, Testing etc.), Hellen und Joseph (Microfinance).

Hier noch mit dabei, Sacha Volunteer aus New York. Und ein Danke an die Aids Hilfe Muenchen fuer die Kondome