1. August 2013

Sanur - Bali / ID

Die letzte Station sollte in der Nähe des Flughafens Denpasar auf Bali sein, da ich Panikattacken vermeiden wollte, wenn es doch mit dem Verkehr mal wieder länger dauern sollte. Flug verpassen will man ja doch nicht.

Da ich nicht länger in Ubud bleiben wollte, es zeitlich etwas knapp geworden wäre im Süden noch die Halbinsel zu bereisen und ich über Kuta mehrfach gehört hatte, dass es der Ballermann der Australier ist, hat mich das nicht sonderlich gereizt und die Entscheidung fiel auf Sanur.

Sanur ist ebenfalls touristisch erschlossen, am Strand steht ein Resort neben dem anderen, aber ich fand so generell geht es noch und es gibt auch viele bezahlbare Hotels. 
Das Little Pond Homestay sah total nett aus, war nur leider ausge-
Warisata Hotel
bucht. Ich kann aber absolut das Flashbacks Bungalows and Rooms empfehlen. Es ist nicht so günstig im Vergleich zu anderen Unterkünften dieser Richtung, aber die Zimmer sind super, zumindest das welches ich für die eine Nacht hatte, bevor ich ins Warisata Hotel umziehen musste, da ausgebucht. Das Warisata ist preislich ganz gut, große Zimmer, nicht sonderlich chic strahlt aber durch den wüsten Garten ein gewisses Flair aus. 
Der Kaffee am Morgen ist eine Besonderheit ;-)

Die letzten beiden Tage habe ich somit nochmal mit Strandleben verbracht. Ich glaub viel mehr kann man hier auch nicht machen. Ich weiß nicht, ob das an allen Ecken auf der Ostküste ist, aber das Wasser ist ziemlich flach und bei Ebbe muss man sich eher flach ins Wasser legen um gesamthaft vom Wasser bedeckt zu werden. So ist es aber ganz schön, da entlang des Strands auch ein langer Weg führt zum spazieren und immer wieder nette Bars, Restaurants oder Cafès an denen man die einfach immer wieder suuuuper leckeren Fruit Juices bekommt. 
Mein Stückchen Strand
Und der Vorteil an einem touristischen Ort, hier gibt's auch guten Kaffee oder Eiskaffee ;-)

Also alles in allem klingen meine Einträge bis auf Pemuteran wohl leider nicht allzu positiv. Zusammengefasst hatte ich diesmal wohl leider nur einfach Pech, da zum ersten Mal vieles nicht so ganz geklappt hat wie ich mir das gewünscht habe v.a. auf Java. Das Wetter war nicht so übel, aber doch verregneter als gehofft.
Die Menschen Indonesiens sind uuuuunglaublich freundlich und hilfsbereit. Das ist mein Ernst. Dachte ich in Thailand schon, wow, hier auf Indonesien sind sie nochmal netter. 
Was tut man wohl in einem "Bad"room ;-) ?











Leider habe ich diesmal niemand unterwegs kennengelernt, was drei Mal am Tag allein essen doch etwas einsam macht - Dank "Hangout" konnte ich mich aber immer mal wieder mit "zu Hause" unterhalten. Ich könnte nicht sagen woran es lag, auf Java hatte ich das Gefühl der einzige Touri zu sein und auf Bali waren es Gruppen, Familien oder ein paar super coole Gestalten auf die ich dann keine sonderliche Lust hatte.

Wenn man eine grüne Insel möchte, tauchen, surfen und Strand ist Bali sicherlich zu empfehlen. Ich denke Java hat mehr Kulturelles zu bieten, aber auch landschaftlich sehr schön, wenn man irgendwie die richtigen Plätze erreicht. 

Ubud - Bali / ID

Jl. Monkey Forest
In Ubud ange-
kommen habe ich mir an der bekannten bzw. Haupt-Touri-Straße Jalan Monkey Forest eine Bleibe gesucht. Das Argasoka Bungalows war jetzt nicht der Wahnsinn, aber ganz ok. Ich glaub es hätte auch schönere Zimmer als meine gegeben, aber die waren ausgebucht. Was schön ist, obwohl es mitten an dieser Einkaufstraße liegt vermutet man nicht, dass das Gelände einen großen Garten birgt und einen Pool hat. 
Ich würde allerdings, wenn ich erneut nach Ubud kommen sollte, mir eine Unterkunft in der Jalan Kajeng nord-westlich der Monkey Forest suchen. Ruhiger und irgendwie hat sie ein schönes Flair. 
Jalan Kajeng

Ubud ist bei manchen noch als die Hippie-Stadt bekannt. Ich muss leider sagen, dass ich davon nicht mehr viel wahrgenommen habe und es schon wirklich sehr touristisch ist. Die gesamte Jl. Monkey Forest besteht nur aus Shops. Warum es in dieser allein vier Polo Shops mit Shirts zu umgerechnet 48 Euro gibt (und die nach Aussage anderer dazu noch gefälscht sind) erweist sich mir nicht als nachvollziehbar.


Trotzdem hab auch ich ein paar Souveniers geshoppt und bin für die nächste Hochzeit fündig geworden und hab ein Kleid gekauft :-).

Rice fields, sozusagen am Ende der Jl. Kajeng
Das Schöne ist man geht nur ein bisschen und schon steht man mitten in den Reis-
terrassen. Da hab ich dann einen Tag verbracht und bin querfeldein gegangen. Der Rückweg ging dann im Zick-Zack durch die Reisfelder, denn wenn es einen Weg gegeben hat konnte ich ihn nicht ausmachen :-) Egal, schön war's!
Mir liefen auch zwei Radler über den Weg. Der Plan sah zwar so aus als wären sie richtig, aber irgendwie hatten wir drei dann doch Zweifel ob der Weg wirklich noch existent ist, also am besten nochmal nachhaken.



Bumblebee Dance









Am Abend musste ich natürlich auch mal eine traditionelle Tanzaufführung ansehn und hab mich für eine Legong-Aufführung entschieden. Die Tickets dafür werden einem tags an der Straße verkauft, also man braucht keine Angst haben sowas zu verpassen. 

Die Musik, die immer sehr ähnlich ist, versetzt einen entweder auf Dauer in Trance, sie macht einen Kirre oder man versucht immer mal abzuschalten ;-) Die Tänze erzählen immer eine Geschichte, ich fand es faszinierend denn es ist nicht allein der Tanz oder die Kostüme sondern es wird sehr viel über den Ausdruck - meist weit aufgerissene Augen - und die Bewegungen der Hände vermittelt. 
Alles in allem sollte man es sich auf jeden Fall mal ansehen. (Leider hat das Video nach dem Upload nicht die beste Qualität, aber ihr bekommt zumindest einen Eindruck von der Musik)




Wer's nicht erkennt, hier hüpfen die Affen (freiwillig)
zur Erfrischung in den Brunnen

Am südlichen Ende der Jalan Monkey Forest liegt wie der Name es sagt der Monkey Forest. Vorsicht mit rumhängenden Sachen und kein Essen mitnehmen, die Affen wären dann nicht unbedingt Menschenscheu. Wenn man sie aber in Ruhe lässt ist es doch witzig sie bei Aktionen wie Abkühlung im Brunnen, Flohpflege oder ihrer Kinderbetreuung zu beobachten.  

Ich würde mal sagen zwei Tage Aufenthalt reicht. Ich hätte gerne noch eine Radtour gemacht, da ich davon mal was gelesen hatte, aber die einzigen Angebote hätten darin bestanden wieder einen Tagesausflug in die Stunden entfernte Umgebung zu buchen um dann dort rumzuradln. Ich hatte allerdings das Gefühl schon genug in Bussen, Zügen und Autos gesessen zu haben.

30. Juli 2013

Tulamben - Bali / ID

Busfahrt
Nach den super Tagen in Pemuteran, dachte ich mir kann es ja nur so weiter gehen und hab mir ein weiteres Örtchen rausgesucht in welchem man tauchen kann - es aber nicht zu starke Strömungen herrschen und in welchem es nicht zu touristisch ist.

Also ging es mit dem öffentlich Bus zwischen Reissäcken und Bananenstauden die Küste entlang in den Nordosten nach Tulamben.

Am Pool - Puri Wirata Resort Tulamben





Ein paar mal die Straße im Nieselregen auf und ab gegangen hab ich dann eine ziemlich schöne Bleibe gefunden. Die meisten fand ich zu teuer oder zu teuer für das was sie waren. Als ich dann aber mit einer Tauchschule ins Gespräch gekommen bin, hab ich für die Buchung eines Tauchgangs in einer deren Unterkünfte Puri Wirata Resort ein schönes Zimmer bekommen. Ich hab bis zum Check-out gar gezweifelt ob ich mich auch nicht verhört hatte, denn preislich war es im Vergleich zu allen anderen nur halb so teuer.

Die Straße durch Tulamben











Leider gab es in Tulamben ausser Restaurants, Hotels und Tauchschulen nichts weiter.
Am Folgetag bin ich dann auf einen Tauchgang zum USS Liberty Wreck. Das Wrack wurde 1942 torpediert und liegt nur 50m vom Strand entfernt. Somit schlägt man sich durch die Wellen, zumindest an dem Tag da schlechtes Wetter herrschte, und tauchte direkt von dort zum Wrack.

An dem Tag fühlte ich mich nur nicht allzu prickelnd und hab mich nach dem ersten Tauchgang ins Bett gelegt und den Rest des Tages mit Schüttelfrost und unglaublichem Schlafbedürfnis im Bett verbracht. 
Am nächsten Tag war alles wieder gut und da Tulamben m.E. nicht so spannend ist hab ich mich nach Ubud fahren lassen. Für Fahrten mit Bussen und Umsteigerei hatte ich nach dem gestrigen Tag dann doch nicht die Energie. 
Mit einem Fahrer ist es auch ganz interessant, da man einige Fragen stellen kann (vorausgesetzt er spricht Englisch) und er hat auch immer mal für Fotos angehalten.

19. Juli 2013

Pemuteran - Bali / ID

Wie gut dass mir niemand
gegenüber saß, denn meine
Knie berührten fast die
andere Bank ;-)
Mein eigentlicher Plan wäre gewesen im Westen Javas den Vulkan Bromo und seine Nachbarn zu besuchen. Nachdem ich dann ein paar Stunden länger als geplant im Bus von Yogya nach Malang saß und die Zugverbindungen mich auch wieder einen Tag gekostet hätte, hab ich kurzerhand beschlossen im Zug zu bleiben und an die Küste zu fahren um mit der Fähre nach Gilimanuk zu fahren.

Meine Bleibe in Gilimanuk, die Auswahl
war etwas begrenzt
Dort um 2 Nachts angekommen, gab es noch ein paar Diskussionen mit der Polizei ob ich nun mit einem Privatfahrer noch nach Pemuteran fahre oder wie ich das wollte und letztendlich gemacht habe ein paar Stunden in einem der wenigen Pensionen geschlafen habe um dann...

...früh morgens mit einem Angkot (Minibus) nach Pemuteran zu fahren. Und das war der Beginn der schönsten meiner Urlaubstage.
Mein schönes Zimmer
Ich möchte Euch gern zwei Unterkünfte empfehlen. Das kUbUkU Bed & Breakfast. Leider bereits ausgebucht gewesen, aber ist eine sehr schöne kleine Anlage mit Pool und kleinen Bungalows. Ich hab mir von einem Gast sagen lassen, die kleinen Zimmer sind sogar schöner da sie mit Blick auf die Berge sind.
Homestay Taruna
Ich habe dann im Taruna Homestay die nächsten vier Nächte verbracht. Suuuper liebe Leute, total schöne Bungalows, ich hab mich selten so willkommen gefühlt. Liegt zwar auch an der Straße somit kein Strandzugang, aber dafür gibt's einen Pool. 

Sonne, Sonne, Sonne :-)









In den nächsten Tagen bin ich zwei Mal mit der kUbUkU Tauchschule (auch zu empfehlen :-) )  nach Pulau Menjangan zum tauchen geschippert. Und gleich noch ein Tipp, geht nicht mit einer Tauch-
schule tauchen, welche am Strand liegt sondern sucht Euch eine die an der Straße ist, die sind halb so teuer. Der einzige Unterschied, ihr fahrt nicht direkt mit dem Boot vom Strand vor der Tauchschule los sondern fahrt erst noch ne Viertelstunde Auto. Und ich war dazu einmal allein mit dem Dive Master und einmal sind wir nur zu dritt losgetaucht.
Lets dive!
Blick auf Bali
Dieses Jahr waren meine Taucherlebnisse auf  jeden Fall super. Die Korallen waren traumhaft und auch die Fische schön :-)

Black Monkeys
An einem Tag bin ich noch mit Jens, der zum schnorcheln mit auf Menjangan gewesen ist und dessen Freundin krank im Bett lag, in den Taman Nasional Bali Barat gefahren. Das ist ein recht großer Nationalpark in Balis Westen, der zum Teil für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Mit Ranger (ohne ist man im Dschungel dann doch eher verlauf-gefährdet) sind wir zwei Stunden, schweißtriefend durch den Dschungel gestapft. Aber wir hatten Glück und haben die Black Monkey Gruppe entdeckt wovon es im gesamten Gebiet nur eine gibt. Zum Vögel kucken geht man glaub wohl doch eher die Morgengrauen Tour. Ich hab nicht wirklich einen erkannt ;-)

Straße durch Pemuteran





Also ich fand es in Pemuteran sehr schön. Es ist eher eine kleine Ortschaft und ausser tauchen, schnorcheln, am Strand oder Pool liegen und zu ein paar Tempeln spazieren kann man hier nichts machen. Wenn einem das reicht um mal abzuschalten optimal. 
Nach Auskunft vor Ort wird es aber Unterkunftstechnisch zur Hochsaison schon eher eng, also ggf. lieber vorher anfragen.
Lecker. Hier wird ein Schweinedarm im Sumpfwasser
gewaschen

Tierchen, Dank Ranger entdeckt

12. Juli 2013

Borobudur - Java / ID

Viele, viele Menschen :-(
Borobudur ist der größte buddhistische Tempelkomplex Südostasiens. Er wurde zwischen 750 und 840 erbaut. Es wird vermutet, dass ca. 10 000 Arbeiter rund 100 Jahre zur Fertigstellung gebraucht haben. Der quadratische Bau hat eine Seitenlänge von 117 m. 
Der Tempel hat drei Ebenen der Dreiteilung des irdischen Daseins im Mahayana-Buddhismus entsprechen. 
Die unterste Ebene des alltäglichen Daseins, die mittlere Ebene die vergeistigte Form und die obere Ebene die vollständige Abstraktion und Loslösung von der diesseitigen Welt.

Jetzt bin ich was den Buddhismus angeht, nicht so bewandert, aber ich hatte Bilder gesehen, die paar Sätze gelesen und wollte mir den Tempel daher sehr gerne ansehen.

Als ich dann in Yogya war, erfuhr ich dass am folgenden Tag Buddhas Birthday sei. Es gebe eine Zeremonie, man habe aber Zeit auf den Tempel zu gehen und am späten Abend werden noch ein paar tausend dieser Wunsch-Papier-Laternen in den Himmel losgelassen. Ich fand das klang super und hab mich, da es 39km nordwestlich von Yogya liegt, einer Tour angeschlossen um mir den Stress um Anfahrt und Eintrittskarten zu ersparen.
Um 14 Uhr stand der Minibus auch pünktlich! vor der Hoteltür, eine Stunde Fahrt war angesetzt.

Nach einer halben Stunde blieben wir am Straßenrand stehen und warteten noch auf zwei weitere Minibusse. Einer kam und der zweite nicht. Leider half es letztendlich nur mit Rückerstattung des Preises zu drohen, dass wir nach einer Stunde Wartezeit endlich weiterfuhren.

Ankunft war dann auch erst kurz vor 17Uhr und so schoben wir uns mit tausend Menschen die Stufen den Tempel hinauf. Da es ein Samstag gewesen ist und dies nur alle viele Jahre vorkommtert, war es brechend voll auf dem Tempelgelände, da alle Einheimischen die Chance ergreifen konnten und auch mal an Buddhas Birthday teilnehmen konnten.
Die Sonne blickte nur schemenhaft hinter den Wolken hervor. Wäre eigentlich Trockenzeit in Indonesien gewesen, habe ich im Urlaub allerdings mehrfach gehört dass das Wetter alle 10 Jahre mal nichts davon hält und die Regenzeit andauert. Das bedeutet dann nicht eine halbe Stunde Kübelregen, sondern stundenlanger "Deutschland-"Dauerregen. 

Kurzer Abstecher auf eine der Ebenen
Auf jeden Fall schoben wir uns die Stufen hinauf um oben ange-
kommen zu erfahren, dass jetzt alle Personen den Tempel verlassen müssen, da dieser ab sofort aufgrund der Zeremonie geschlossen werde! Ihr könnt Euch vorstellen wie begeistert ich gewesen bin. 
Zeit wenigstens einmal eine der drei Ebenen anzusehen gab es nicht, denn diese zeigen Bilder gehauen in Stein welche den Weg der drei Ebenen symbolisieren. Ich konnte lediglich für ein paar Meter aus der Reihe tanzen und ein Foto machen bevor mich ein Wachmann wieder zurückscheuchte.

Blick von der obersten Ebene
Ich glaube ich hatte noch nicht erwähnt, dass zu allem Überdruss meine Kamera sich auf Java nicht laden sondern nur entladen ließ ;-) Mein Ernst, auf Bali gab's kein Problem, auf Java konnte ich nur mein Mobilteil laden und daher gibt es jetzt auch nur Borobudur-Smartphone-Fotos.
Das war nicht mein Tag ;-)

Noch regenfrei :-)
Als wir uns also in tausender Scharen die Stufen auf der anderen Seite wieder runtergeschoben hatten, hieß es warten auf den Minister der eine Ansprache halten sollte. Dann sollten zwei Mönche etwas sprechen. DAS sollte die Zeremonie darstellen. Für einen nicht indonesisch sprechenden Touri nun nicht soo spannend. Daher begab sich unsere Gruppe auf Essensuche.
Diese endete leider damit dass wir hungern mussten. Es gibt etliche Essenstände, doch diese befinden sich außerhalb des Geländes. Bei den Massen die noch versuchten auf das Tempelgelände zu kommen beschlossen wir das Risiko nicht einzugehen und am Ende ggf. die Laternen zu verpassen und durch die Bäume nichts zu sehen. 
Also wieder zurück zum Sammelplatz der Tribüne und da fing es dann auch um halb 7 an zu regnen. 
Und es regnete und regnete und regnete. Der Minister ließ sich gegen 21 Uhr blicken und wir standen weiter im Regen. Zum Glück hatten sie uns im Bus diese Einweg Regencapes ausgeteilt.
Da es aber laut Aussage an Buddhas Birthday NIE regnet und die Gruppe unbedingt das Aufsteigen der Laternen miterleben wollte, blieben wir tapfer weiter im zumindest nicht kalten Regen stehen.
Die Uhr näherte sich der 23 und das Wasser plätscherte immer noch von oben.

Der Abschluss der Zeremonie bestand darin, dass die Mönche zum Gebet drei Mal um den Tempel gehen und sich die Besucher anschließen können. Letztendlich entdeckte ich in der Gruppe die sich um den Tempel bewegte genau zwei Mönche. Die anderen waren wahrscheinlich alle schon entsprechend eingeweicht.

Und welch Wunder, dann wurde durchgesagt, dass aufgrund des Regens die PAPIER Laternen nicht mehr steigen werden. Na sowas.

Bitte entschuldigt meinen Sarkasmus, aber an dieser ganzen Aktion für die ich extra nach Yogya geflogen bin, ist aber auch nix irgendwie erinnerungsbedürftig :-(

Ich möchte allerdings niemand davon abhalten sich Borobudur anzusehen, die Ebenen sind mit Sicherheit beeindruckend anzusehen. Ich allerdings würde nie wieder an Buddhas Birthday einen Besuch ins Auge fassen. 

Yogyakarte - Java / ID

Schon Mai. Zeit, dass es mal wieder länger in den Urlaub geht. Und wie jedes Jahr stand die große Frage im Raum wohin. 
Leider hat mich die böse Anopheles so manches Land auf meiner Liste streichen lassen. Habe ich doch keine Lust für ein paar Tage meine Gesundheit zu riskieren oder mir heftige Medikamente einzuverleiben, wo es doch so viele andere Länder zu bereisen gibt.

Trockenzeit sollte es haben und nach dieser Tristesse in Deutschland doch bitte Wärme und Sonnenschein :-)
Letztendlich fiel die Entscheidung an einem Mittwoch auf die malariafreien Inseln Java und Bali und am Freitag wurde dann für den darauffolgenden Mittwoch gebucht. Wie gut, dass es das Visum vor Ort gibt :-)

Ja, also ging es an einem Maien Mittwoch mit der Qatar Airways in die Lüfte nach Doha. Am späten Abend gelandet durfte ich dann auf Airline Kosten die Nacht in Doha verbringen (da mehr als 10 Stunden Aufenthalt). Schon merkwürdig, wenn man mit dem Taxi durch die Stadt fährt und von den wenigen Menschen auf der Straße und den paar mehr Leuten in den Kneipen nicht eine Frau ausfindig machen kann. 

Am nächsten Morgen brachte mich der Flieger bis Jakarta. Da ich ein paar Mal gehört hatte, dass Jakarta einfach nur riesig und nicht wirklich schön ist, hatte ich auch keine Lust dort Zeit meiner wenigen Urlaubstage zu verbringen und versuchte es mir im Airport auf einem mehr oder minder bequemen "Sessel" von 23 Uhr bis 6 Uhr gemütlich zu machen umletztendlich  nach zwei Stunden Schlaf in den nächsten Flieger nach Yogyakarta zu steigen.

In Yogyakarta angekommen, hab ich in meinem Hotel auch erstmal eine Runde geschlafen. Und soooo schön, es ist warm, die Sonne scheint. Einfach herrlich. 

Eine der vielen Gassen
Yogyakarta, in Indonesien auch einfach bekannt unter dem Namen Yogya beherbergt mal glatte 1,6 Mio. Einwohner. Ich hielt mich allerdings wie wohl die meisten der mir sehr wenig erscheinenden Touristen im Stadtinneren auf. Viele kleine Straßen und Gassen, unglaublich viel grün lassen es auch, wenn man sich von den Hauptstraßen fernhält ganz gemütlich erscheinen. 

Vogelmarkt
Neu irgendwo angekommen latsche ich die Strecken ja gern erstmal ab, dann sieht man viel und nimmt alles ganz anders in sich auf und findet sich schneller zurecht. 
Somit ging es im Fußmarsch zum "Pasar Ngasem" dem Vogelmarkt. Auch in Indonesien spiegelt der Besitz eines Singvogels Reichtum wider. Und die Hähne werden für die mittlerweile verbotenen Hähnenkämpfe, die allerdings noch heimlich abgehalten werden, auch verkauft. Ganz ehrlich, mir gingen die Tiere irgendwann einfach nur noch auf den Nerv, wenn Sie ab vier Uhr früh im Wettkampf mit dem Muezzin gekiekerikieeeeeet haben. 
Ohropax sind auf Java wirklich zu empfehlen, da die Bevölkerung zu 90 Prozent muslimisch ist und durchschlafen eigentlich kaum möglich.

Eine weitere Attraktion in Yogya ist das "Taman Sari" das Wasserschloss. Dieses wurde 1765
Das Becken des Sultans, links liegen die
Schlafgemächer und auf der anderen Seite
die Badebecken der Hofdamen

errichtet. Im Zentrum lag ein Badeplatz für den Sultan und seine Hofdamen, die er dann von seinem Turm ausspähte und für die vergnüglichen Stunden auserwählt hat. Zum anderen wurden die Becken und Innenhöfe durch unterirdische Gänge verbunden um im Belagerungsfall eine Flucht zu erleichtern und die Gänge dann zu fluten, damit die Belagerer ersoffen.  

Als ich das Wasserschloss allerdings endlich nach vielen Wirrungen durch die Gassen gefunden hatte war es bereits zu. Aber ein netter Herr zeigte mir einen versteckten Weg von wo man dann auf eine Mauer kraxeln und in die Innenhöfe schauen konnte. Als Gegenleistung war er dann zufrieden dass ich mir in einem der vielen Batikgallerien die Bilder angesehen habe (nein ich habe keines gekauft ;-) ).



Die Hauptattraktion Yogyas ist allerdings der "Kraton"
Im Kraton


der Bereich des Sultanpalastes. Diesen hab ich mir dann am nächsten Tag angeschaut und nachdem ich wusste wie weit ich hätte gehen müssen, mich diesmal für ein Becak (Fahrrad Rikscha) entschieden. Der Bereich unterteilt sich in verschiedene Gebäude mit Ausstellungsstücken oder Gemälden. Ich glaub ich war an dem Tag einfach nicht so in Sightseeing Stimmung, daher hat es mich leider nicht allzu sehr vom Sockel gehauen.

Eines der vielen Becak in Yogyakarta

Aber ich bin ja nach Yogya geflogen, da ich in einem schönen Bilderband "Reisen" den Tempel Borobudur entdeckt hatte und da sollte es am nächsten Tag hingehen...

29. März 2013

Ausflug in die Schweiz

Blick vom Piz Nair
Nachdem aus dem ersten Plan in die Schweiz zu fahren aufgrund des Wetters nichts wurde, sah die Vorhersage für das letzte WE ganz gut aus und los ging's.

Donnerstag Abend ging es dann kurvenreich nach St. Moritz. Obwohl ich nur faule Beifahrerin war, bin ich erstmal ziemlich müde ins Bett gefallen.

Was ein strahlender Sonnen-
schein und für uns hieß es ab auf den Piz Nair. Ja, es ist schon was andres, wenn man ab München mal schnell nach Spitzing fährt oder in so einem großen Skigebiet steht und diese überwältigende Bergkulisse um sich hat.  Eine unglaublich beeindruckende Aussicht, viele viele Pisten und dazu noch kaum was los. 

Ja, leider ging es auch diesmal noch nicht sturzfrei. Aber wenn man an der Technik tüftelt, ist der ein oder andere Sturz eben dabei. An die blauen Flecken gewöhn ich mich ja schon fast ;-).

Nach einem Abendspaziergang um den St. Moritz See ging der Tag auch schon vorbei. 

Nachdem ich am Samstag dann von den paar Stunden Skifahren am Vortag doch was platt war, ging es etwas später auf die Piste.
Leider war das Wetter schon nicht mehr so schön wie Freitag. Das Licht war entsprechend schlecht und die Bodenbeschaffenheit kaum zu erkennen. So macht die Fahrerei keinen wirklichen Spaß. Tja, Wettervorhersagen sind nicht mehr so ganz das Wahre. Daher ging es auch schon bald wieder ins Tal und alternativ in die warme Sauna.


Auf dem Weg auf den Bernina Pass


Der Sonntag begann weiß und ging auch genauso weiter. Schnee, Schnee, Schnee und Wind. Nix Ski fahren :-(. Im Versuch, dass D. mir ein wenig die Gegend zeigt gab es dann ganz
Könnt ihr die gefährliche Welle sehen...
viel weißen Himmel zu sehen, denn die Berge waren in den Wolken und im Schnee-
gestöber versteckt. Nichtsdestotrotz ging es an der Eiskletteranlage in Pontresina vorbei, auf den Bernina Pass. Bevor wir allerdings die Schneeketten hätten anlegen müssen, sind wir dann doch wieder umgekehrt um in der
anderen Richtung dem Ursprung des Inns entgegen zufahren.

Da die Wettervorhersage für Montag keine Besserung versprechen wollte, ging es am Sonntag wieder zurück. Schade zwar, dass es nicht so sonnig wie erhofft gewesen ist, aber immerhin der Freitag war suuper.